70 Jahre Königsgrenadier-Kompanie Linn – Tradition, Gemeinschaft und gelebte Heimatverbundenheit

Mit einem stimmungsvollen Fest am Heimatbrunnen feierte die Königsgrenadier-Kompanie Linn von 1956 am 16. Mai ihr 70-jähriges Bestehen. Zahlreiche Gäste, Vertreter der Kompanien und Gruppen, Mitglieder des Hofstaates sowie die Arbeitsgemeinschaft Flachsmarkt kamen zusammen, um dieses besondere Jubiläum gemeinsam zu begehen.

In seiner Festrede blickte Hauptmann Matthias auf sieben Jahrzehnte bewegter Geschichte zurück. Zwar könne heute wohl niemand mehr alle Geschichten und Erlebnisse der vergangenen 70 Jahre vollständig zusammentragen, doch eines sei unverändert geblieben: „Königsgrenadier zu sein, ist eine besondere Ehre.“ Gemeinschaft, Geselligkeit, Heimatverbundenheit und die Verantwortung für übertragene Aufgaben prägen bis heute das Selbstverständnis der Kompanie.

Besonders erfreulich sei die positive Entwicklung der vergangenen Jahre. Durch eine deutliche Verjüngung sieht sich die Kompanie für die Zukunft gut aufgestellt. Aktuell gehören ihr 23 aktive und drei passive Mitglieder im Alter zwischen 26 und 79 Jahren an – bei einem Durchschnittsalter von knapp 44 Jahren.

Auch die Wahl des Veranstaltungsortes spiegelte die enge Verbundenheit zur Heimat wieder. Nach früheren Feiern im Pfarrheim, in der Museumsscheune oder im Greiffenhorstschlösschen entschied man sich diesmal bewusst für den Heimatbrunnen. Dieser besteht inzwischen seit 42 Jahren und wird seit 1989 von den Königsgrenadieren gepflegt, gereinigt sowie an- und ausgeschaltet. Besonders stolz ist die Kompanie darauf, dass diese Aufgabe mittlerweile von den Junggrenadieren übernommen wird – die im Durchschnitt sogar jünger sind als der Brunnen selbst.

Mit viel Humor erinnerte der Hauptmann der Kompanie zudem an zahlreiche Traditionen und Anekdoten aus dem Kompanieleben. Dazu gehören frühe Havana-Cola-Runden vor dem Wachappell, das Lagerleben an der Ritterwiese zu Flachsmarkt, Slusheis mit „Hirnfrost-Garantie“ oder gemeinsame private Arbeitseinsätze in Kellern und Bunkern von Mitgliedern.

Ein besonderer Dank galt dem König und seinen Ministern, die ihre Unterstützung für das Jubiläumswochenende zugesagt hatten und die Theke besetzten um alle mit kühlen Getränken zu versorgen. Ebenso dankte der Hauptmann der Arbeitsgemeinschaft Flachsmarkt, seinem Vorstand, der Planungsgruppe sowie allen Familien und Partnerinnen der Grenadiere für ihre Unterstützung.

Mit Blick auf das bevorstehende Burg-, Trachten- und Heimatfest unterstrich die Kompanie außerdem ihre enge Verbundenheit mit Linn und den dort gelebten Traditionen. „Königsgrenadier sein bedeutet königstreu sein“, hieß es in der Rede – verbunden mit dem Versprechen, sich stets für ein friedliches und gelungenes Fest einzusetzen.

Zum Abschluss brachte der Hauptmann die Stimmung des Abends auf den Punkt: „Wir sind ne geile Truppe und ich freue mich wahnsinnig auf viele weitere Jahre mit tollen Erfahrungen und Erlebnissen.“

So wurde das Jubiläum nicht nur zu einem Rückblick auf 70 Jahre Kompaniegeschichte, sondern vor allem zu einem lebendigen Zeichen dafür, wie stark Gemeinschaft, Tradition und Zusammenhalt in Linn bis heute gelebt werden.

Neue Standarte der Königsgrenadiere Standartenweihe am 24. September 2022

Bereits im Jahr 2019 wurde in den Reihen der Königsgrenadiere der Entschluss für eine neue Kompaniestandarte gefasst.
Das in die Jahre gekommene alte sensible Exemplar besteht aus bemaltem Stoff und wurde über die Jahrzehnte mehrfach restauriert. Um es vor Zerstörung zu schützen, soll es zukünftig nur noch im Innendienst im Kompanieraum ausgehängt werden.
Als Zeichen für eine lebhafte und positiv in die Zukunft blickende Kompanie wurde eine neue Standarte entworfen, die sich zwar selbstverständlich am alten Design orientiert aber dennoch einige Neuerungen aufweist. Beispielsweise sind die Linner Stadtfarben erstmalig in das Erscheinungsbild aufgenommen worden.

Um die Standarte traditionell in den Dienst der Kompanie aufzunehmen, wurde sie am 24. September in St. Margareta durch Diakon Oliver Dröge geweiht.
Neben den Grenadieren und deren Familien waren natürlich auch die Kompanien und historischen Gruppen, der Schützenverein und Königin Gabi mit Gemahl und Minister vertreten.
Ein offizieller festlicher Empfang fand im Greiffenhorstschlösschen statt.
Hierbei wurde die neue Standarte von den Anwesenden interessiert begutachtet und es folgte ein reger Austausch.
Ein herzlicher Dank geht an die Helferinnen und Helfer der ersten Schützenkompanie für die Unterstützung bei der Bewirtung, an Andreas Hündgen für die Versorgung mit vielen kleinen Köstlichkeiten, sowie an Karsten Klaßen und unseren Oberleutnant a.D. Hans-Peter Coenes für ihre unterhaltsamen Reden.
Die Grenadiere freuen sich auf die Festlichkeiten im kommenden Jahr und die Gelegenheit, ihre neue Standarte durch die Straßen von Linn zu tragen.

Stolze Jubilare

Auf der Jubilarfeier des Linner Schützenvereins wurden am 19. Januar die drei Grenadiere Hans-Peter Coenes, Joachim Basan und Jörg Schulz geehrt.

Insgesamt kommen die drei Grenadiere auf 75 Jahre Mitgliedschaft im Schützenverein und 130 Jahre Mitgliedschaft in der Königsgrenadier-Kompanie.

Bernd Mootz konnte an der Veranstaltung leider nicht teilnehmen, ist aber ebenfalls seit 25 Jahren Mitglied im Schützenverein.

Herzliche Glückwünsche allen Jubilaren und einen großen Dank für die jahrelange Treue.